Warum Bergedorf beim Thema Asbest besonders relevant ist
Bergedorf ist der flächenmäßig größte Hamburger Bezirk – und gleichzeitig der grünste. Weit entfernt von der dichten Altbaustruktur Altonas oder den Arbeitersiedlungen Harburgs prägen hier freistehende Einfamilienhäuser, Reihenhäuser in Siedlungslagen und an den Rändern des Bezirks auch ländlich geprägte Bausubstanz das Bild.
Genau diese Bebauungsstruktur macht Bergedorf zu einem asbest-relevanten Bezirk – auf eine sehr spezifische Weise. Die meisten Anfragen kommen hier nicht aus Altbauwohnungen, sondern von Eigenheimbesitzern: Wer ein Haus aus den 1960er bis 1980er Jahren besitzt, stößt bei Renovierungen, Umbauten oder vor dem Verkauf regelmäßig auf Materialien aus der Hochzeit des Asbestzeitalters.
Bergedorf grenzt an den Landkreis Harburg und die Hamburger Vier- und Marschlande. In diesem ländlich geprägten Randbereich gibt es viele ältere Gebäude – darunter auch ehemalige landwirtschaftliche Bauten – die noch nie grundlegend saniert wurden und in denen Asbest in erheblichen Mengen verbaut sein kann.